Geschichten

 
 
 
 

Die Schmiedin

 

Die Schmiedin stand am Amboss.

Sie starrte auf das Stück Stahl im Feuer. Die Farbe änderte sich allmählich von dunkelrot nach gelbglühend. Es bildeten sich schwarze Flecke auf dem Material, die Schlacke trennte sich vom Stahl.

Mit einem Ruck nahm sie den Stahl aus dem Feuer und fing an ihn mit präzisen Schlägen zu bearbeiten. Langsam nahm es Formen an.

Es hatte nur auf einer Seite eine Schneide und war gebogen wie der abnehmende Mond. Sie schob es wieder ins Feuer.

Ihre Gedanken sammelten sich, der Alltag fiel von ihr ab und alles in ihr konzentrierte sich auf das Schwert.

Wieder änderte sich die Farbe von rot nach gelb. Sie konnte diese Veränderung fast fühlen, der Stahl vibrierte in ihren Händen und wieder zog sie ihn mit einem Ruck aus dem Feuer um ihn dann weiter zu formen.

Als sie die Klinge wieder ins Feuer legte, schaute sie sich in der Schmiede um. Sie suchte nach einem in Runen geschmiedeten Stück Silber, eine Magische Formel die in das Schwert eingearbeitet werden sollte.

Sie nahm diese silbernen wie eine Kette gearbeiteten Runen, nahm die Klinge ein letztes Mal aus dem Feuer und legte die Runen auf die Klinge. Wie von selbst richteten sich die Runen auf der Klinge aus, brannten sich in die Klinge ein.

Ein letztes Mal schwang sie den Hammer, gab der Klinge die letzt Form, um sie dann in einem Fass mit Schweineblut abzukühlen.

Als sie die Klinge aus dem Blut zog, war sie perfekt.

Sie musste nur noch geschliffen und poliert werden aber das hatte Zeit bis zum nächsten Tag.

Mittwoch, 18. Mai 2011

 
 
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